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Persönlicher Bericht über ein Praktikum in Moldawien

September 15, 2016

Alles begann im Rahmen eines zweiwöchigen Missionseinsatzes nach Chişinău.

Völlig ahnungslos und unbekümmert begab ich mich im Sommer 2015 mit einer kleinen Jugendgruppe aus unserer Gemeinde auf die Reise nach Moldawien. Im Vordergrund stand, eine schöne Zeit mit meiner Jugendgruppe zu verbringen und dabei Menschen vor Ort zu unterstützen, bei Kinderfreizeiten mitzuhelfen und auch bei verschiedenen anderen anfallenden Arbeiten anzupacken. Im Grunde das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden... Dass unser Ziel ausgerechnet Moldawien war, erschien mir nebensächlich. Nie kam mir der Gedanke, dass ich noch einmal zurückkommen würde, geschweige denn für einen längeren Aufenthalt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich dieses Land von Tag zu Tag immer mehr faszinieren würde. Während der ersten zweiwöchigen Fahrt durch Moldawien lernte ich allmählich die Menschen, die Kultur und auch die Landschaft kennen und verliebte mich zunehmend in das Land. Plötzlich stand fest, dass ich unbedingt nochmal zurückkommen musste. Es wurde mir zu einem Herzenswunsch, etwas für dieses Land und die Menschen dort zu tun. Und so kam es, dass ich nach Absprache mit meiner Familie und Freunden, sowie mit dem Segen der Gemeinde Fulda-Kohlhaus noch im gleichen Jahr, am 04. November 2015 mit „Hoffnungsträger Ost e.V.“ nach Moldawien flog. Ehrlich gesagt hatte ich Bedenken, dass ich mich dort ohne Familie und Freunde schnell wohlfühlen könnte. Doch mit Hilfe der Mitarbeiter der Mission „Hoffnungsträger Ost Moldawien“ und der Gemeinde vor Ort, die mich herzlich aufgenommen hat, fühlte ich mich sehr schnell in meiner neuen Umgebung wie zu Hause. Von Anfang an wurde ich in alle möglichen Missions- und Gemeindeaufgaben mit einbezogen. Einer der Dienste bestand z.B. darin, im Chor der Gemeinde mitzusingen. Da gab es dann auch schon die erste Hürde, die für mich und meine Gebetsgruppe zu einem intensiven Gebetsanliegen wurde: Ich beherrschte nämlich kaum die russische Sprache und noch weniger das Lesen und Schreiben. Aber gerade da erfuhr ich schnelle Gebetserhörung.

Zuerst schrieb ich russische Vokabeln in lateinischer Schrift auf die Notenblätter – dann lernte ich in kürzester Zeit das Russische zu Lesen und zu Schreiben und auch mein Wortschatz erweitert sich von Tag zu Tag. Es gab aber auch noch andere Aufgaben in der Gemeinde, so half ich z.B. noch in der Kinderstunde mit. Meine Aufgaben im Missionsbüro umfassten ein breites Spektrum, angefangen von Übersetzungsarbeiten (z.B. Briefe der Patenkinder, Pateneltern) über Ausfahrten, die Gestaltung von Kinderprogrammen unseres Missionsteams bis hin zur Begleitung deutschsprachiger Gruppen, die uns immer wieder besuchten und u.a. Übersetzung brauchten. Im Allgemeinen war ich einfach da, half und unterstützte, wo gerade Hilfe nötig war, z.B. auch bei Vorträgen mit der Missionsgruppe oder bei praktischen Arbeiten (z.B. in der Küche). Mich freute es, einfach eine Hilfe zu sein. In der Zeit meines Aufenthalts in Moldawien habe ich auch schon des Öfteren arme Familien besucht und war immer wieder erstaunt, wie sie trotz all ihrer Probleme dennoch zufrieden und glücklich waren. Vor kurzem haben wir eine Familie aufgesucht: Eine Mutter mit ihrer 5-jährigen Tochter, die unter sehr beengten Verhältnissen in einem ca. 10qm kleinen Zimmer lebten. Die Mutter ist gehbehindert und ihre Tochter durfte zum Spielen kaum heraus gehen, da es für das Kind ohne Aufsicht

zu gefährlich war. Trotzdem klagte die Mutter nicht über ihr schweres Schicksal, sondern begegnete uns lebensfroh und zufrieden. Was mich immer wieder beeindruckt und gleichzeitig zum Nachdenken bringt, ist, dass die Menschen in Moldawien, obwohl sie in ärmlichen Verhältnissen leben und wirklich wenig besitzen, trotzdem unglaublich zufrieden sind, nicht trübselig durchs Leben gehen und einfach Freude haben. Sie sind auch sehr offen für das Wort Gottes. Diese Menschen sind für mich zu einem großen Ansporn geworden, selbst zufriedener und dankbarer zu sein. Moldawien ist meine zweite Heimat geworden.

 

Vanessa Tim, ehemalige Praktikantin in Moldawien

 

Aus der Zeitschrift 2016 Nr.4

 

 

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