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Reise in ein umkämpftes Gebiet

October 1, 2016

Wer macht schon eine Reise in ein Gebiet, in dem die Waffen  regieren? In ein Gebiet, in dem Menschen sich der Gefahr aussetzen, getötet zu werden. Es war keine Abenteuerlust, die Grigorij Riasni, Natascha und Anton Woloschin, sowie Olga und Igor Tkatchenko bewegt haben, die Menschen in der Kriegsregion zu besuchen, sondern ihr Wissen darum, unter welchen Umständen die Menschen dort leben. Außerdem ist dieses Gebiet ihre Heimat

.

Die erste Stadt auf dieser Reise war die kleine Stadt Gorsk. Sie liegt nur wenige Kilometer entfernt von der neu entstandenen, umkämpften Grenze. Neben Gottesdiensten stand auch der Besuch von 70 notleidenden Familien auf dem Programm. Die Freude der Kinder war unübersehbar und selbst Erwachsene konnten Tränen der Dankbarkeit nicht unterdrücken. Die kleine Gemeinde in Gorsk hatte mit Hilfe von Spenden eine Suppenküche gegründet und öffnete Notleidenden ihre Räume. Einige Kinder haben in den Räumen der Gemeinde ein zweites Zuhause gefunden und mitunter besuchen auch einige der Eltern regelmäßig die Gottesdienste. Einige haben durch den Glauben Hoffnung geschöpft, die ihr Leben veränderte. Nach ein paar Tagen brach das kleine Team in die Stadt auf, die einmal ihre alte Heimat gewesen war. Sie wollten auch ihre alte Gemeinde besuchen und den Menschen dort Hilfe bringen. Das Fahrzeug mussten sie in Gorsk zurücklassen, denn der Grenzübergang führt über eine beschädigte Brücke, die nur für Personen freigegeben ist. Etwa 1.000 Personen passieren täglich zwischen 7:00 und 18:00 Uhr diese Brücke. Einige wollen in das ukrainisch kontrollierte Gebiet, um ihre Renten bei den Banken abzuheben oder Lebensmittel einzukaufen, die dort etwas günstiger sind. Manche kommen schon um 4:00 Uhr morgens, um sicher zu sein, dass sie auch wirklich die Grenze passieren können. Wer es nicht schafft, versucht es am nächsten Tag wieder. Einige Tage bevor unser Mitarbeiterteam eintraf, wurde die Brücke beschossen und es gab Tote. Endlich an der Brücke angekommen mussten sie 6 lange Stunden bei niedrigen Temperaturen und eisigem Wind warten, bis sie schließlich die Grenze passieren durften. Weitere 15 Militärposten folgten ihnen und stets begleitete sie Angst und Sorge, da die Menschen, die die Brücke passieren dort der Willkür des Militärs ausgesetzt sind. So ging die Reiseschließlich weiter nach Lughansk und dann nach Brjanka.

 

Lughansk, früher eine pulsierende Großstadt mit rund 400 000 Einwohnern wirkt inzwischen wie ausgestorben. Diejenigen, die geblieben sind, verlassen ihre Häuser nur, wenn es unbedingt nötig ist. Arbeit gibt es so gut wie gar nicht mehr, die meisten Geschäfte und Restaurants sind geschlossen und Verstöße gegen die verhängte Ausgangssperre werden mit 6.000 Hyrwnja (über 200,- €) bestraft. Die Menschen haben kaum genug Geld, um sich versorgen zu können. In der Stadt Brjanka wurden durch das Team dann Lebensmittel für die ärmsten Familien eingekauft. Im Lebensmittelgeschäft fielen unsere Mitarbeiter auf, weil sie volle Einkaufwagen vor sich herschoben. Auch an der Kasse zeigte sich die Verkäuferin geschockt. Wer konnte sich dort schon so viele Lebensmittel leisten?

Wem die Flucht möglich ist, der verlässt diese Region.

 

Zurück in ihrer alten Gemeinde und dem Obdachlosenheim wurden Grigorij und die anderen sehr herzlich begrüßt. Durch die Gottesdienste und Gespräche konnten viele ermutigt werden. Viele Menschen, auch Nichtgläubige, suchen derzeit Trost und Hilfe in der Gemeinde. Sie kommen oft auch in der Hoffnung, eine warme Mahlzeit in der Suppenküche zu bekommen. Das Obdachlosenheim ist völlig überfüllt, denn es ist im Freien sehr kalt geworden. Auch die Kinder aus dem Kinderpatenschaftprojekt wurden wieder besucht und dadurch aufgemuntert. Die Hilfe, die sie regelmäßig bekommen, macht sie sehr glücklich. Die Rückreise führte über unser geistliches Zentrum in Galizinowka (Gebiet Donezk), wo sich regelmäßig Mitarbeiter aus der Region treffen, um miteinander die unterschiedlichen Dienste und Projekte zu koordinieren. Müde, aber auch dankbar für alle Bewahrung und die Möglichkeit, diesen wichtigen Dienst tun zu können, kehrten sie wieder nach Hause zurück. Wir sagen all denen Danke, die für den Dienst von Lena und Grigorij beten und ihn durch ihr Gebet und Spenden erst möglich machen.

 

Aus der Zeitschrift 2016 Nr.4

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