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Zu Besuch bei Missionaren: Teil 2

November 18, 2016

Wassili Lototowitsch (Cioropcani)

 

Ich konnte Wassili in Cioropcani für vier Tage besuchen. Ich bin von Chişinău ca. zwei Stunden mit einem Kleinbus nach Ungheni gefahren. Dort hat mich Wassili dann mit dem Auto abgeholt und wir sind nochmal rund eine halbe Stunde nach Cioropcani gefahren.

 

Die Stadt hat rund 1.500 Einwohner. Das Gemeindehaus liegt direkt an der Hauptstraße, neben einem Fußballplatz und gegenüber einem großen alten Gebäude aus der Sowjetzeit in der manchmal sogar noch Veranstaltungen stattfinden. So konnte ich z.B. Freitagabend beim Einschlafen laute Diskomusik genießen. Aber wir haben auch schon mal vor ein paar Jahren eine Kinderveranstaltung mit 300 Kindern dort durchgeführt.

 

Die Gemeinde

Die Gemeinde ist recht klein, ca. 15-20 Gottesdienstbesucher. Davon sind die allermeisten schon ziemlich alt, es gibt so gut wie keine Jugendlichen. Die Leute sind sehr herzlich, aufgeschlossen und aktiv für die Gemeinde. Die meisten investieren v.a. Zeit, aber auch Geld in die Gemeinde. So veranstalten sie jeden Samstag und Sonntag ein Programm für Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen, bei dem es Essen, Spiele und Bibelunterricht für die Kinder gibt. Die Gemeinde stellt sowohl die Mitarbeiter als auch die Finanzen selbst zur Verfügung, was ich sehr beeindruckend finde. Da gibt es ein paar Frauen, die sich mit ganzem Herzen hinein investieren und denen die Kinder sehr am Herzen liegen.

Neben den Gottesdiensten treffen sich die Mitglieder regelmäßig zum Beten und Bibellesen und tun das auch mit einer großen Ernsthaftigkeit. Außerdem sind sie sehr gastfreundlich und haben mir jeden Tag richtig viel Essen aufgetischt. Das war mir schon fast unangenehm wie viel Aufwand sie für mich betrieben haben, besonders weil sie selbst nicht viel besitzen.

Auf dem Bild unten haben wir zusammen Wareniki gemacht (Teigtaschen, die mit Quark, Kartoffelbrei oder Früchten gefüllt sind).

 

Familienbesuche

Auch hier habe ich wieder viele Kinder aus dem Projekt zu Hause besucht, was wieder sehr eindrücklich war. Eine Geschichte hat mich besonders berührt. Wir haben eine alte Frau besucht, deren Mann früh gestorben ist und die drei Kinder hat. Zwei davon sind geistig behindert und pflegebedürftig. Die verbleibende Tochter hat fünf Kinder bekommen und ist dann irgendwann abgehauen (der Mann war auch schon weg). Das heißt die alte Frau hatte plötzlich zwei geistig behinderte Kinder und fünf Enkel, um die sie sich kümmern muss. Die Älteste ist inzwischen 23 (sieht aber aus wie 40), hat selber ein Kind und arbeitet in einer Fabrik für Autoteile. Alle 9 Leute leben und schlafen jetzt im Winter in einem nicht sehr großen Raum zusammen, da dieser als einziger beheizt ist. Sie haben noch ein etwas größeres Haus, das aber unbewohnbar ist. Sie haben Arbeiter angestellt, um das Haus zu renovieren und haben ihnen Geld gegeben und regelmäßig Tee gebracht. Aber da sie keinen Wein oder Wodka bekommen haben, sind die Arbeiter nach drei Tagen unverrichteter Dinge abgezogen (das Geld haben sie natürlich trotzdem mitgenommen).

Ich glaube solchen Menschen bringt unsere Arbeit sehr viel – nicht nur die materielle Unterstützung, sondern auch das Gefühl, dass jemand an sie denkt und sich um sie kümmert.

Daneben haben wir außerdem Schuhe an Kinder verteilt, die (noch) nicht im Projekt sind.

 

Das Bild links ist von einer Familie, wo das Mädchen im Projekt ist und denen wir Lebensmittel vorbeigebracht haben

 

Bei den Besuchen wehte teilweise starker Wind und Schneeregen. Einmal mussten wir sogar zu Fuß gehen, weil die Straße zu schlammig war und das Auto wohl steckengeblieben wäre. Der Herbst kann auf den Dörfern wirklich ungemütlich sein.

 

Der Missionar

Wassili ist ein offener und humorvoller Typ,

wirkt manchmal aber auch ein bisschen schüchtern. Er hat einen guten Draht zu den Leuten im Dorf und wohnt auch bewusst dort, um unter den Leuten zu sein. Er hat ein gutes Verhältnis zum Bürgermeister, zum orthodoxen Priester (was keinesfalls selbstverständlich ist) und auch zum örtlichen Kindergarten. Seine Familie ist sehr sympathisch: Frau Natascha und drei kleine, sehr energiegeladene Mädels. Sie wohnen sehr einfach in einer alten, reparaturbedürftigen Lehmhütte mit zwei Zimmern. Sie haben ein paar Hühner, Enten, Bienen und ein kleines Stück Land. Die Arbeit mit den Hühnern und den Bienen möchte er gerne erweitern und baut sich bereits neue Bienenkästen.

 

Nachdem ich von einer älteren Frau mit zwei dicken Schmatzern verabschiedet wurde, bin ich wieder zurück nach Chişinău. Es war wieder ein eindrückliches Wochenende und ich hoffe, dass ihr durch diesen Bericht ein bisschen Anteil daran erhalten könnt!

 

Gebetsanliegen

  • Betet, dass Leute (v.a. Kinder) sich bekehren und sich ihr Leben verändert (Also dass die Arbeit Früchte bringt)

  • Für die Gemeinde, dass sie weiterhin so einträchtig sind und so gut zusammen arbeiten

  • Für die Familie von Wasja. Sie haben manchmal mit Problemen zu kämpfen, die oft auch finanzieller Natur sind. Sie möchten lernen, alles von Gott so anzunehmen, wie es kommt. Außerdem bittet er darum, zu beten, dass sie weiterhin arbeiten können

  • Für Fertigstellung des Bodens im Gemeindesaal (sie haben die Woche bevor ich kam einen neuen Estrich gelegt)

  • Für einen Kleinbus, der einen besseren Transport von Gemeindemitgliedern oder Gegenständen gewährleisten soll

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