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Zu Besuch bei Missionaren: Teil 1

November 11, 2016

Andrej Kimakowski (Grozasca)

 

Meine erste Station hier war das kleine Dorf Grozasca, was in der Nähe der rumänischen Grenze liegt. Ich bin zuerst mit einem Kleinbus nach Ungheni gefahren (die Stadt, in der Alexander Schuparski arbeitet) und wurde dort von Andrej mit dem Auto abgeholt. Zusammen sind wir dann zu ihm nach Hause gefahren. Er wohnt in einem Nachbardorf von Grozasca.

 

Dort hat er sich mit seiner Frau über die Jahre hinweg ein (für die Verhältnisse hier) recht großes Haus sowie eine kleine Landwirtschaft aufgebaut. Sie haben klein angefangen und haben sich das alles mit viel Mühe und Fleiß erarbeitet. Das hat mich wirklich beeindruckt!

Neben verschiedenen Tieren hat er mehrere Gewächshäuser, in denen er z.B. Gurken oder Paprika anbaut. Daneben hat er außerdem ein großes Stück Land, auf dem er gerne Walnussbäume anpflanzen würde, doch ihm fehlt das Geld für die Setzlinge.

Eigentlich hat er eine Ausbildung zum Ingenieur gemacht und in zwei verschiedenen Fabriken gearbeitet, die aber beide geschlossen wurden. Daraufhin fing er an sein Land zu bestellen und als Missionar zu arbeiten (er hat früher mehrere Jahre auf verschiedenen Bibelschulen gelernt).

Andrej ist ein unheimlich offener und herzlicher Mensch. Als wir zusammen Kinder aus dem Projekt besucht haben, habe ich gemerkt, dass er sowohl zu den Kindern als auch zu den Eltern einen sehr guten Draht hat.

Allgemein ist er sehr nah an den Menschen und hat eine sehr lockere und humorvolle Art, mit ihnen umzugehen. Dabei bringt er auch immer wieder Gott mit ins Gespräch ein und lädt sie in die Gemeinde ein. Bei unseren Besuchen haben wir auch immer Lebensmittel mitgebracht. Es war für mich sehr berührend und motivierend zu sehen, wie dankbar die meisten darüber waren.

 

Vor allem die Frau im Bild rechts ist mir in Erinnerung geblieben.

 

Sie hat mit Tränen in den Augen gefühlte hundert Mal „Danke“ gesagt, was ich auch an euch Sponsoren weitergeben soll.

Im Sommer und Herbst arbeitet sie auf dem Feld, doch im Winter gibt es keine Arbeit. Deswegen sind sie sehr stark auf die Unterstützung angewiesen. Bevor Andrej kam ging es ihnen sehr schlecht, doch seit die Kinder im Projekt sind, hat sich ihre Lage deutlich verbessert.

Später waren wir bei einer Familie, in deren Haus es ziemlich dreckig war. Die drei Kinder saßen alle am Tisch und haben Walnüsse für den Verkauf geschält. Der Vater wirkte recht sympathisch, doch war offensichtlich auch Alkoholiker. Die drei Kinder waren echt süß (und wenn ich so ein Wort benutze waren sie wirklich süß) und haben sich riesig über die Kinderhefte gefreut, die wir ihnen mitgebracht haben. Ich finde es traurig, dass Kinder in solchen Verhältnissen aufwachsen müssen. Umso mehr freue ich mich, dass wir sie durch das Projekt nicht nur materiell unterstützen können, sondern durch die Mitarbeiter auch ein Stück persönlich begleiten und uns um sie kümmern können. Und soweit ich das gesehen habe, macht der Andrej das wirklich gut. Für viele Kinder ist er bereits eine Art Vater geworden.

Zwischendurch haben wir eine ältere Frau aus der Gemeinde besucht. Ihr tiefer Glaube und Vertrauen haben mich beeindruckt. Sie hat den Leuten im Dorf bereits von Gott erzählt, als diese noch sehr abweisend und aggressiv auf den Glauben reagiert haben.

Sie hat außerdem erzählt, dass Gott bis jetzt all ihre Gebete erhört hat. Als sie dann gesagt hat, dass sie dafür bete, dass ich eine moldawische Frau finde und hier bleibe, habe ich ein bisschen Angst bekommen - Ich glaube ich habe zum ersten Mal dafür gebetet, dass Gott ein Gebet nicht erhört! :D

Es war echt schön mal mitzuerleben, wie die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt und wie die Missionare mit den Menschen in Kontakt stehen. Im Büro kriegt man davon ja leider nicht so viel mit.

Deshalb hoffe ich, dass ihr auch ein bisschen mit eintauchen könnt!

 

Das Gemeindehaus wurde erst vor kurzem gebaut. Vor ein paar Jahren gab es nur zwei Christen in diesem Dorf. Anfangs haben sie und Andrej sich bei der bereits oben erwähnten Frau getroffen und sind mit der Zeit immer mehr geworden. Inzwischen kommen ca. 15-20 Besucher in die regulären Gottesdienste plus ziemlich viele Kinder. Für die Kinder gibt es anschließend immer noch ein paar Kleinigkeiten zu Essen. Andrej würde sehr gerne parallel zum Gottesdienst einen Kindergottesdienst veranstalten, doch bis jetzt fehlt ihm dazu ein Mitarbeiter, da er selbst im Gottesdienst sein muss.

Die Gemeinde wächst langsam, obwohl es vor allem anfangs große Probleme mit dem orthodoxen Priester gab.

Dieser hat sehr heftig versucht, die Dorfbewohner davon abzuhalten, die Gemeinde zu besuchen. Doch seit dieser von seinem Kollegen/Vorgesetzten und den Dorfbewohnern persönlich gespiegelt bekommen hat, wie hilfreich die Arbeit der Gemeinde für das Dorf ist, hat sich die Lage deutlich entspannt.

 

Bei dem Sonntagsgottesdienst habe ich zum ersten Mal eine kleine Predigt auf Russisch gehalten, was sogar einigermaßen gut geklappt hat. Andrej hat mich immer ins Moldawische übersetzt und dabei manchmal viel länger gesprochen als ich, das war ganz lustig.

Die Tage gingen schnell rum und am Sonntagnachmittag bin ich mit vielen Eindrücken und sehr, sehr viel Essen wieder zurück nach Chisnau gefahren (neben Andrejs Frau haben mir einige Familien, die wir besucht haben, was mitgegeben). Ganz viele Grüße von Andrej und der Gemeinde in Grozasca.

 

Gebetsanliegen:

  • Für seine Familie

  • Für seine Gesundheit (er hat Rückenprobleme)

  • Für seinen Dienst

  • Für die Ernte

  • Für einen Mitarbeiter für den Kindergottesdienst

  • Für die Situation mit dem orthodoxen Priester

     

     

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