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Zu Besuch bei Missionaren: Teil 3

November 25, 2016

Anatoly Reabaconi (Ciniseuti)

 

Von all den Orten, die ich hier in Moldawien besucht habe und noch besuchen werde, war ich dieses Wochenende in dem Dorf mit dem am schwierigsten auszusprechenden Namen: Cinișeuți.

Es sieht einfacher aus, als es ist. Ähnlich spannend wie der Ortsname war dann auch mein Wochenende dort.

 

Nach einer anderthalbstündigen Fahrt wurde ich am Ortseingang erst einmal von einem sowjetischen Panzer begrüßt, bevor wir dann fast einen betrunkenen Opa überfuhren, der mitten auf der Straße lag und gerade von seinem etwas unbeholfenem Kumpanen aufgesammelt wurde.

Als ich dann bei Tolja angekommen war, durfte ich dann mal wieder richtiges moldawisches Dorfleben miterleben. Das bedeutet: Samstagmorgens um halb sieben die Kuh auf die Weide bringen, dann Wasser aus dem Brunnen holen, sein Morgengeschäft bei knapp über 0°C draußen auf dem Plumpsklo erledigen und irgendwann später dann frühstücken.

Danach ging es zu den Familien, deren Kinder noch nicht in unserem Projekt sind, um ihnen Schuhe zu schenken.

Eine dieser Familien lebt jetzt im Winter zu viert in einem kleinen Raum, der wohl nicht einmal 4m² groß ist – aber eben beheizt. Der Mann saß 5 Jahre im Gefängnis und ist jetzt – wie seine Frau – arbeitslos. Vor allem auf den Dörfern gibt es einfach so gut wie keine Arbeit. Das ist eines der größten Probleme in Moldawien und begegnet mir leider immer wieder.

Der Mann hat sich vor ein paar Monaten bekehrt und seitdem verändert er sich langsam. Sein kleiner Sohn war etwas schüchtern, hat sich aber sehr über die neuen Schuhe gefreut.

 

Nach einem reichlichen Mittagessen haben wir dann Kinder aus dem Projekt besucht. Eine der Familien hatte sieben Kinder, von denen fünf im Projekt sind.

 

Sie wirkten wirklich fröhlich und sympathisch, was mir hier bis jetzt noch nicht so häufig begegnet ist. Das lag wahrscheinlich auch an der Mutter, die schon lange gläubig ist. Vor drei Monaten hat sich auch der Vater bekehrt und trinkt und raucht seitdem nicht mehr – früher hatte er sehr viel getrunken. Der hohe Alkoholkonsum ist das zweite erhebliche Problem, das mir hier immer wieder begegnet und das für viel Unheil verantwortlich ist. Deshalb ist es für die Familien wirklich ein sehr großer Segen, wenn der Vater (und die Mutter) nicht trinken!

Im Gottesdienst waren ca. 25 Personen, was in dem riesigen Saal aber recht wenig wirkte. Die Leute waren sehr offen und interessiert und haben sich nach dem Gottesdienst noch lange mit mir unterhalten. Das Gebäude ist ziemlich groß und hat deswegen großes Potential für verschiedenste Projekte. Tolja würde z.B. gerne eine tägliche Kinderbetreuung anbieten, bei der Kinder nach der Schule Essen und Hausaufgabenhilfe bekommen, sowie Spiele und Andachten durchgeführt werden. Er träumt davon, dass das Gemeindehaus zu einem lebendigen Haus wird, das täglich von verschiedenen Gruppen genutzt wird.

Das Potential ist da und so etwas wäre ein großes Licht für das Dorf. Jedoch fehlt es an den finanziellen Mitteln.

 

Auch Anatoly ist ein herzlicher Typ, der schon in Cinișeuți geboren wurde und deshalb die Situation und die Leute gut kennt. 2001 wurde er Diakon und 2005 übernahm er das Pastorenamt von Pawel Wakulowksi (der jetzt in Stefan Woda arbeitet). Nebenbei arbeitet er noch im Bürgermeisteramt als Heizer, bringt den Leuten mit dem Traktor das Holz aus dem Wald nach Hause und kümmert sich um seine kleine Landwirtschaft. Er hat eine sehr sympathische Familie, die mich mit unheimlich viel Essen versorgt hat. Sonntagabend waren wir auf dem Geburtstag seines Neffen, der dann nochmal alles getoppt hat. Ich habe mir sicherheitshalber ein zweites Ticket für meinen Rückflug besorgt, da ich wohl 2 Sitze benötigen werde.

So viel zu meinem Wochenende, schöne Grüße von Anatoly, der Gemeinde und mir!

 

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